Carmen

Lilli Chapeau hat für ihr Theaterstück "Carmen" die gleichnamige Novelle von Prosper Mérimée von 1847 aus dem Französischen übersetzt und zu einem Monotheaterstück umgearbeitet.

Mérimées romantisch-dramatische Liebesgeschichte zwischen der freiheitsliebenden Zigeunerin Carmen und dem pflichtbewußten Offizier José erzählt von den Gefühlen des bedingungslosen Verliebtseins, der unwiderstehlichen erotischen Anziehungskraft zwischen Mann und Frau, aber auch von der herkunftsbedingten Unvereinbarkeit zweier Liebenden, des Konflikts und Streits zwischen Mann und Frau und nicht zuletzt von der Diskriminierung reisender Völker.

In der Rolle der unangepaßten, wilden und stolzen Carmen, die ihrer Unnahbarkeit zum Trotz - zumindest für José - unwiderstehlich ist, spricht, tanzt und stirbt Lilli Chapeau auf ihrer winzigen Bühne, läßt nebenbei ihre Flamenco-Leidenschaft zur Geltung kommen und flicht auch eine kleine Pudelnummer als "Intermezzo" in die Geschichte mit ein.

Eine außergewöhnliche Inszenierung dieses Kapitels der Weltliteratur.